Barsch angeln

Barsch angeln

Eigentlich ist der Barsch ein eher ungewollter Fang. Es gibt wenige Angler, die gezielt auf Barsch angeln.

Dabei ist der Barsch ein sehr interessanter und auch schöner Fisch, da es sehr viel Geschick und Erfahrung braucht, um Barsche jenseits der 40+ zu fangen.

Barsche  wachsen sehr langsam. Mit zuhnehmenden Alter werden sie vorsichtiger und es wird schwerer, einen solchen kapitalen Stachelritter zu überlisten.

Ein Fisch jenseits der 40+ ist meist schon älter als 10 Jahre.

Anders als bei älteren Exemplaren sind die jungen Stachelrittern meist sehr neugierig und schnappen sich schnell jeden Köder, der ihnen vor das Maul schwimmt.

Barsche leben und jagen im jungen Alter in Schwärmen. Ab einem bestimmten Alter entwickelt er sich zu einem Kannibalen, weshalb sie dann allein auf Beutezug gehen.

Um die massigen Stachelritter zu überlisten, solltest du einige Tipps beachten und dann wird dir schon bald dein Riesen Stachelritten an den Haken gehen.

 

Die Ausrüstung

Das richtige Tackle ist sehr entscheidend beim Barsch angeln.

Es sollte eine sehr leichte Kombi verwendet werden.

Tackle für Gummifische

Eine Rute von 1,80 m bis 2,00 m mit guter Spitzenaktion und einem Wurfgewicht bis 15 Gramm.

Bestückt mit einer 1000 er bis 2500 er Rolle mit Frontbremse und hoher Übersetzung (mindestens 5:1), ist eine gute Wahl für das Angeln mit Gumnmifischen.

Tackle für Wobbler und co.

Die Rute sollte bei Wobbler Angeln ein wenig straffer sein, da ein Wobbler einen sehr starken Wiederstand im Wasser hat. Mit einer festen Spitze kann er besser geführt werden.

Geflochtene Angelschur ist beim Spinnfischen auch immer zum Vorteil, da diese bei geringem Schnurduschmesser eine sehr hohe Tragkraft besitzt.

Ein Line mit einem 0,8er Durchmesser ist völlig ausreichend, um auf Barsch zu fischen.

Durch den geringen Durchmesser kannst du deine Rolle mit genug Schnur bespulen und zudem können sehr weite Würfe erzielen werden. Diese Kombi ermöglicht dir auch kleinere Köder verführerisch zu präsentieren.

Warum Frontbremse?

Bei Rollen mit Frontbremsen ist eine feinere Bremseinstellung möglich!

Warum hohe Übersetzung?

Beim Spinnfischen auf Barsch ist oft eine schnelle Köderführung erforderlich!

Beim Fischen mit der Dropshot Methode ist die Übersetzung nicht ganz so erforderlich!

  

Die Angelmethode

Eine der erfolgreichsten Angelmethoden auf Barsch ist das Dropshotangeln mit Natur-/ und Kunstköder.

Aber auch das Spinnfischen mit Gummifisch, Wobbler und co. ist sehr erfolgversprechend, um kapitale Barsche zu fangen.

 

Die Montage

Zum gezielten Barsch angeln sollte auf jeden Fall ein Fluorocarbon Vorfach mit einer länge von 30-50 cm verwendet werden.

Eine Schnurstärke von 0,17mm-0,20mm sollte gewählt werden.

Dieses wird dann direkt mit einem Blut-Knoten an die Hauptschnur angebunden. An das untere Ende wird dann mit dem Klammerknoten ein Wirbel mit Karabiner montiert.

Sehr zu empfehlen sind Tönnchenwirbel mit einem Sure-Fit Karabiner.

Dropshot Montage

Auch hier wird das Fluoro direkt an die Hauptschur gebunden. Mittels Springer-Schlaufen-Knoten wird ein Drropshothaken befestigt, auf welchen ihr dann die verschiedenen Dropshotköder montieren könnt.

An das untere Ende des Vorfachs wird ein Dropshotblei befestigt, welches durch die Klemme schnell in der Höhe verstellt werden kann. Das ermöglicht den Abstand zum Köders zu variieren, sodass du deinen Köder genau in der Tiefe, wo die Fische stehen, anbieten kannst.

 

Die Köder

Es gibt eine riesen Palette an Ködern, die beim Spinnfischen auf Barsch zum Einsatz kommen können.

Barsche mögen hochfrequentierte Schwingungen. Bringe  Köder zum Einsatz, die kleine und schnelle Druckwellen abgeben. Hierbei zählen Spinnern, Wobbler und Gummifische zu den Top Ködern.

Die Wahl des richtigen Köders

Das Gewässer in dem gefischt wird, die Jahreszeit zu der du angelst und natürlich auch das Wetter haben einen entscheidenden Einfluss auf die Köderwahl.

Die richtige Köderfarbe zu wählen, ist nicht immer ganz einfach.  An bestimmten Tagen spielt sie ein wichtige Rolle und kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Im Menüpunt  Köderwahl haben wir dir eine Grundregel bereitgestellt. Diese Regel kannst du in jedem Gewässer anwenden.

Köderwahl speziell für Barsch

Bei bewölktem Wetter darf es auch mal ein dunkles Dekor sein. Auch Gummifische mit rotem Schwanzteller sind sehr fängige Köder.

Da der Barsch im Alter zum Kannibalen wird, sind Köder im Barschdekor oft eine sehr gute Entscheidung und immer ein sehr guter Allroundköder, der fast immer gefischt werden kann.

Großen Barsche stehen meist tiefer als die Jungen Stachelritter. Deshalb empfehlen wir dir Wobbler mit tieflaufender Schaufel und Gummifische mit größeren Jigköpfen (um die 8-12gramm) zu verwenden.

An Tagen wo nichts klappen will, sind Schocker meist eine Lösung. Neonfarben verführen dann oft noch den ein oder anderen Barsch.

Ausreizen

Ein weiterer Tipp ist es Köderpray oder Ködergel zu verwenden. Der Köder muss vor dem Auswerfen damit präpariert werden. Das gibt dem Köder noch einen weiteren Reiz und nimmt dem Barsch ein paar mehr Zweifel, sich den Köder ein zu verleiben.

Auch gesalzene Köder sind ein Geheimtipp. Diese bewirken, dass der Barsch den Köder nach dem Attackieren noch einige Zeit länger im Maul behält, bevor er ihn wieder ausspuckt.

Vorteil: Es verschafft dir Zeit, den Anschlag rechtzeitig zu setzen.

Köder mit großen Augen sollten beim Barschangeln auch nicht außer Acht gelassen werden. Sie lösen einen strarken Reiz beim Stachelträgern aus.

 

Die Technik

Je nachdem für welchen Köder du dich entscheidest, gibt es auch hier verschiedenste Angeltechniken.

Beim Barsch Angeln mit Gufis (Gummifischen), die auf einen Jighaken mit Bleikopf montiert werden, gibt es die gleichnamige Methode „Jiggen“.

Faulenzen ist eine weitere Methode, um einen Köder zu führen.

Der Hotspot

Ein wichtiger Tipp für die den richtigen Angelspot ist es, da zu fischen, wo sonst kaum jemand fischt.

Barsche suchen oft unter Bootsstegen, überhängenden Bäumen oder im Wasser liegenden Sträuchern und Ästen Unterschlupf.

Dort sind sie vor Vögeln und anderen Fressfeinden gut versteckt.

Genau dort musst du sie rauslocken!

Das sind für Wobbler meist die sogenannten Ködergräber. Deshalb greife hier am Besten zu Topwaterbaits.

Um die Barsche aus ihren Verstecken zu locken, führe Popper oder Stickbait auf der Wasseroberfläche.

Wenn die Sicht ins Wasser es zulässt, kannst du alternativ Gummifische verwenden. Diese können gut zwischen und über im Wasser liegenden Gegenständen geführt werden.

Zubehör

An sonnigen Tagen empfehlen wir dir eine Polarbrille zu verwenden. Sie verschafft dir eine bessere Sicht ins Wasser, um somit Gegenständen besser lokalisieren zu können.

Fangmonate

  • Januar 4%
  • Februar 2%
  • März 3%
  • April 6%
  • Mai 13%
  • Juni 10%
  • Juli 11%
  • August 20%
  • September 9%
  • Oktober 15%
  • November 5%
  • Dezember 2%

Fangerfolg in Prozenten %.

Die Prozente beziehen sich auf den allgemeinen Barschfang.

Tight Line und Petri Heil