Angelmethoden

Wir erklären dir, die verschiedenen Angelmethoden und geben Tipps zum richtigen Tackle.

Außerdem erhältst du Informationen zur Köderführung und zu den unterschiedlichen Ködermodellen und deren Laufverhalten.

Drop Shot Angeln

Drop Shot Angelmethoden

Drop Shot Angeln ist eine Methode mit Ursprung aus den USA , welche sich hier in Deutschland gut auf unsere heimischen Raubfische anwenden lässt.

Seit einigen Jahren hat sich der Begriff Drop Shot etabliert und bei Raubfischanglern für kapitale Fänge gesorgt.

Die Zielfische sind hauptsächlich Zander, Barsch und Hecht.

Das Köderspektrum hat sich im Laufe der Jahre sehr vervielfacht. Aber nicht nur mit Kunstköder lässt sich am Drop Shot Rig fischen.

Auch Naturköder wie Tauwürmer, Köderfische und Fischfetzen sind sehr fänging.

In den folgenden Beiträgen erläutern wir dir die Angelmethode Drop Shot Angeln näher und erzählen mehr über Rute, Rolle und co.

 

Die Drop Shot Ausrüstung

Rute: Eine Länge von 2,10 m – 2,70 m ist  empfehlenswert, um auch bei weiteren Würfen noch einen steilen Winkel zum Köder zu bekommen.

Das Wurfgewicht sollte zwischen 10 – 40 Gramm betragen, um schwerere Montagen werfen zu können.

Die Angelrute sollte eine feste Spitzenaktion mit starkem Rückrad besitzen, um eine vernünftige Köderführung zu bekommen.

Mit weichen Angelruten würde zu viel Kraft in der Spitze verloren gehen. Deine Führungsimpulse kommen nicht richtig beim Köder an.

Rolle: 2000 – 3000er Spinnrolle

Schnur: Geflochtene Schnur mit einem 0,10 – 0,14 mm Durchmesser

Drop Shot Montagen

1. Drop Shot

Hierbei handelt es sich um eine Montage, mit einem ca. 1,50 m langen Vorfach.

Am ersten oberen Drittel (50 cm) des Vorfachs wird mit Hilfe eines Schlaufen-Knoten ein Drop Shot Haken montiert. An diesen wird dann der gewünschte Angelköder befestigt.

Das obere Ende des Vorfachs wird mit einem Blut-Knoten oder dem doppelten Grinnerknoten an der Hauptschnur befestigt. An das untere Ende wird ein Drop Shot Blei eingehangen. Bei einer schwachen Strömung ist ein Gewicht von ca. 20 Gramm zu empfehlen. Wobei hingegen bei einer stärkeren Strömung ein Blei bis 40 Gramm verwendet werden sollte.

Diese Montage ermöglicht dir ein sehr grundnahes fischen. Durch den Einhänger am Drop Shot Blei kannst du in Sekunden deine Köderhöhe ändern, um so das Gewässer in den verschiedenen unteren Wasserschichten nach Fischen abzusuchen.

Tipp 1: Der richtige Angelhaken: Auch hier gibt es einige Varianten.

Sehr zu empfeheln ist der Stand Out Haken. Er sichert einen festen Halt und eine genaue Köderführung.

Tipp 2: Machs mit Gummi: Ein kleiner Trick, um deinen Drop Shot Köder noch verführerischer durch das Wasser tanzen zu lassen.

Hierfür montierst du ca 30 cm unter dem Haken ein Gummiband. Durch diese kleine Modifikation machst du dein Drop Shot Rig zu einem Recoil Rig.

Tipp 3: Hitching Post bei Verwendung von Gummiködern: Diese kleine Spirale sorgt für einen längeren Halt am Haken und verhindert ein Zerreißen des Gummis.

 

2. Caroliner Rig

Das Carolina Rig besteht aus einem 30-50 cm langen Vorfach. Einem Patronenblei (Bulletweight) und einer Glas oder Metallperle. Eine sehr fängige Angelmontage für Barsch und Zander.

Zuerst wird das Patronenblei (ca. 4 – 7 Gramm) auf die Hauptschnur geschoben.  Gefolgt von der Perle. Anschließend wird ein Wirbel montiert, an dem das Vorfach mit einem Offsethaken befestigt wird.

Köderführung : Wie bei allen Drop Shot Montagen wird auch das Carolina Rig mit kleinen zupfern über den Grund geführt.

 

3.Texas Rig

Das Texas Rig ist ähnlich wie das Carolina Rig.  Alle Komponenten werden auf das Vorfach gesteckt, so dass sich die Perle und das Patronenblei (ca. 4 – 7 Gramm) direkt am Haken befinden.

Tipp: Montiere nach der Perle einen Stoppergummi. Dieser schont den Knoten und du kannst das Texas Rig in kürzester Zeit zum Carolina Rig umfunktionieren.

Drop Shot Köder

Eine Vielzahl an unterschiedlichen Gummiködern deckt die Palette beim Drop Shot angeln.

Die weichen Fischimitate sollen schon bei kleinen Bewegungen einen natürlichen (verletzten) Fisch nacharmen.

Die Vielzahl an Drop Shot Ködern ist mit einem speziellen Salz beschichtet. Das bewirkt, dass der Raubfisch den Schwindel nicht sofort bemerkt und den Köder einige Sekunden länger im Maul behält.

Sehr zum Vorteil für uns Angler, denn wir bekommen dadurch ein paar Sekunden mehr, um Anschlag zu setzen.

Drop Shot Köder gibt es zusätzlich in zwei verschiedenen Auftriebsverhalten. Als Floating und No Floating.

Es gibt 3 Arten von Gummifischen, die beim Drop Shotten Verwendung finden:

1. No Aktion Shads

No Action Shads sind Köder, die keinerlei Eigenaktion erzeugen. Diesen Shad muss man durch Zupfimpulse beim Angeln lebendig wirken lassen.

V Tail Shads sind Gummifische aus der Familie der No Aktion Shads. Der Name kommt durch ihre V-förmige Schwanzflosse.

Pintail Shads sind ebenfalls aus der Famile der No Aktion Shads. Sie besitzen eine stabförmige Schwanzflosse die wie die V-Tail keinerlei Eigenaktion haben. Auch Pintail Shads sind in der Regel No Action Shads, die vor allem beim Vertikalangeln oder beim Angeln der Drop Shot Methode zum Einsatz kommen.

Fransenköder sind Gummiköder, die anstelle der Schwanzflosse mehrere dünne Fransen haben. Diese sind für Barsche sehr reizvoll.

2. Low Aktion Shads

Die Low Aktion Shads sind ähnlich wie Aktion Shads. Der kleine Unterschied ist, dass der Low Aktion eine kleinere Schwanzschaufel in einem spitzeren Winkel besitzt. Das hat zur Folge, dass dieser Köder sehr kleine aber schnelle Druckwellen erzeugt.

Diese schnellen Frequenzen sind sehr reizvoll für Barsche!

3. Aktion Shads

Aktion Shads besitzen eine sehr große und steile (im 90 Grad Winkel zum Körper) Schwanzflosse, mit der sie sehr starke Druckwellen erzeugen. Diese Köder brauchen keine zusätzlichen Impulse, um sie lebendig wirken zu lassen.

Sehr zu empfehlen zum Hechtangeln!

 

Die Angeltechnik mit der Drop Shot Montage

Die Drop Shot Montage wird durch Heben und Senken der Angelrute (Zupfbewegung) geführt.

Im Prinzip bewegt man die Montage mit kleinen Sprüngen über den Gewässergrund. Auch bekannt als „Abklopfen“. Durch diese Methode schlägt das Drop Shot-Blei immer wieder auf den Grund auf und macht so auf den Köderfisch aufmerksam.

Tipp: Das Stab-Blei hat einen entscheidenen Vorteil. Beim Auftreffen auf den Grund kippt es um, was dem Köder eine zusätzliche, reizvolle Aktion verleiht.

 

Blinkern

Der Blinker

Ein Blinker, auch bekannt unter dem Namen  „Löffel“, ist einer der ältesten Kunstköder, der zu den Anfängen aus der Schaufel eines Löffels gefertigt wurde. Der Angelköder ist aus Metall gefertigt und animiert durch seine reflektierenden Effekte die Raubfische zum Biss.

Der Löffel imitiert durch Blinken und taumelnden Bewegungen perfekt einen verletzten Fisch. Dieser stellt eine leichte Beute für die Fische dar.

Die meisten Blinker sind in verschiedenen Farben und Mustern erhältlich. Die Blinker sind für die unterschiedlichsten Gewässerverhältnisse abgestimmt.

Dieser Angelköder wird überwiegend zum Hechtangeln verwendet, da es mit dem Blinker möglich ist, gezielt Hechtspots zu befischen.

Spezielle Krautblinker mit Schutzvorrichtung (bestehend aus Federdrahtbügeln), welche die Haken abdeckt, ermöglicht ein hängerfreies Angeln.

 

Blinkerausrüstung

Zum Blinkern empfehlen wir dir zur Hechtrute zu greifen.

Mehr zum Angeln auf Hecht, zur passenden Angelausrüstung und den richtigen Spots, erfährst du unter „Hecht angeln„.

 

Die Köderführung

Bei der Führung von Blinkern empfehlen wir die Angelmethode des Einleihern. Hier muss die Geschwindigkeit genau stimmen, um dass der Blinker auch seinem Namen alle Ehre macht.

Am Besten machst du ein paar Testwürfe auf kurze Distanz. Dabei solltest du den Blinker gut im Blick haben. Nun fängst du mit langsamen Kurbelumdehungen an, erhöhst dabei die Geschwindigkeit, bis der Blinker seinen taumelnden Lauf erzeugt.

Der Blinker wird überwiegend in den mittleren bis oberen Wasserschichten geführt. Hechte stehen in Krautfeldern und Seerosenfeldern in einer senkrechten Position zur Wasseroberfläche und warten auf ihre Beute.

Aber auch beim Angeln mit dem Blinker können Spinnstops einen Hecht zum Biss reizen.

Probiere es doch auch hier einfach mal mit der Faulenz-Methode.

 

Größe und Farbe der Angelköder richtig wählen

Bei der Köderwahl solltest du auf unsere Grundregeln zurückgreifen.

Breite Modelle müssen eher mit langsamen Kurbelumdrehungen geführt werden, da sonst schnell die eigentliche Bewegung verloren geht und der Blinker eher zum Spinner wird. Diese Modelle geben starke Druckwellen unter Wasser ab. Das Einsatzgebiet dieses Modells sind stehende Gewässer oder Gewässer mit leichter Strömung.

Schlanke Modelle hingegen geben nicht so starke Druckwellen ab und können schneller geführt werden. Sie finden ihren Einsatz in stark strömenden Gewässern, wie z.B. Flüssen oder Kanälen.

Jiggen

Jiggen als Angelmethoden

Das Jiggen ermöglicht dir eine aggressivere Köderführung. Der Angelköder kann über das Bewegen der Rutenspitze schnell vom Grund wegbewegen werden.

Der englische Begriff „to jig“ = rum hüpfen, beschreibt diese Angelmethoden am Besten. Diese Angelmethode erfordert ein wenig Übung, bis die ersten Erfolge erzielt werden.

Nach dem Auswerfen des Angelköders, lässt du diesen zum Gewässerboden absinken. Wenn er dort angekommen ist, hebst du die Rutenspitze an. Dadurch beschleunigst du deinen Köder vom Grund nach oben. Anschließend senkst du Spitze wieder und lässt deinen Köder wieder zum Grund taumeln.

Beim Senken der Rutenspitze kurbelst du die lose Schnur ein.  Die Angelschnur muss immer straff sein. Damit hast du einen guten Kontakt zum Köder. Mit einem Schnurbogen bzw. einer schlaffen Angelschnur, lassen sich Bisse nur schwer erkennen.

Du kannst den Köder beim Jiggen mit kleinen oder großen Sprüngen über den Grund hüpfen lassen.

Wichtig: Es soll keine routinierte Bewegung werden. Eher ruhige Bewegungen mit viel Abwechslung, indem die Rutenspitze unterschiedlich hoch gehoben wird. Achte darauf, dass du sie nicht zu hoch hebst, da noch ein bisschen Platz für den Anschlag bleiben muss, falls doch mal ein Biss in der Auftauchphase kommt.

Das Erlernen dieser Angelmethode braucht zwar ein wenig Zeit, aber sie ist mit unter eine der fängigsten Methoden beim Angeln mit dem Gummifisch.

 

Der Angelköder

Gummifische gibt es massenweise in verschiedenen Formen, Größen und Farben in Fachgeschäften zu kaufen.

Es gibt 3 Kategorien, in welche die weichen Angelköder aufgeteilt werden.

1. No Aktion Shads

No Action Shads sind Angelköder, die keinerlei Eigenaktion erzeugen. Diesen Shad muss man durch Zupfimpulsen lebendig wirken lassen.

Beim Jiggen werden diese Köder meist in den kälteren Jahreszeiten gefischt, da sich die Fische zu dieser Zeit sehr träge bewegen.  Mit einem No Aktion Shad kann man deshalb zu diesen Jahreszeiten ein natürlicheres Verhalten der Fische imitieren.

V Tail Shads sind Gummifische aus der familie der No Aktion Shads. Der Name kommt durch ihre V-förmige Schwanzflosse.

Pintail Shads sind ebenfalls aus der Famile der No Aktion Shads. Sie besitzen eine stabförmige Schwanzflosse, die wie die V_Tail keinerlei Eigenaktionen haben. Auch Pintail Shads sind in der Regel No Action Shads, die häufig beim Vertikalangeln oder beim Angeln an der Drop Shot Montage zum Einsatz kommen.

Fransenköder sind Gummiköder, welche anstelle der Schwanzflosse mehrere dünne Fransen besitzen. Diese Angelköder sind für Barsche sehr reizvoll.

No Aktion Shads sind für das Zanderangel zu empfehlen!

2. Low Aktion Shads

Low Aktion Shads sind ähnlich wie Aktion Shads. Der kleine Unterschied ist,  dass Low Aktion Shads eine kleine Schwanzschaufen in einem spitzerenWinkel besitzen. Was zur Folge hat, dass dieser Angelköder sehr kleine schnelle Druckwellen abgibt.

Diese schnellen Frequenzen sind eine reizvolle Angelmethode für Barsche!

3. Aktion Shads

Aktion Shads besitzen eine sehr große und steile Schwanzflosse (im 90 Grad Winkel zum Körper), mit der  sie sehr starke Druckwellen erzeugen.

Diese Angelköder brauchen keine zusätzlichen Impulse, um sie lebendig wirken zu lassen.

Der Haken

Verwendung finden hier die gleichnamigen Jighaken. Sie sind in verschiedenen Größen und Formen im Fachhandel erhältlich.

 

Die Jigkopfformen

Rundkopf

Der Allrounder unter den Jigköpfen. Mit dem Rundkopf kann man fast nichts falsch machen.

Wenn du einmal ein Gewässer nicht genau kennt, solltest du auf den Rundkopf zurückgreifen. Durch den geringen Wiederstand lässt er sich im Stillwasser, als auch in Strömung, gut fischen.

Nach dem Grundkontakt kippt der Köder  zu Boden. Das ist leider ein kleiner Nachteil.

 

Erie-Jigkopf

Die besondere Eigenschaft des Erie Jigkopf ist, dass er nach dem Aufschlagen auf den Grund in einer senkrechten Position stehen bleibt.

Diese Eigenschaft ist ein Vorteil beim Zanderangeln. Der Fisch kann sich den Köder durch dessen senkrecht Position immer noch gut vom Grund einverleiben.

Ein Jigkopf, der in einem strömungsreichen Gewässer zu Einsatz kommen sollte. Durch seinen sehr strömungsförmigen Körper bietet er kaum Widerstand. Das ermöglicht eine sehr leichte und angenehmere Köderführung.

Auch beim Vertikal Angeln kann dieser Jig punkten. Denn durch seinen sehr tiefliegenden Schwerpunkt, schwebt er an einer senkrecht heruntergelassenen Schnur in einer waagerechten Stellung.

 

Football-Jigkopf

Wie man dem Namen entnehmen kann, handelt es sich hier um einen Jig, der einen footballförmigen Bleikopf hat.

Diese Form verleiht ihm eine gewisse Stabilität im Wasser. Sie verhindert ein Umkippen nach dem aufkommen auf den Grund.

Wie der Erie-Jig findet auch der Football-Jig durch seine Schwerpunktbefestigung seinen Einsatz beim Vertikal Angeln.

 

Banana-Jigkopf

Da beim Bananen-Jig die Öse zum Einhängen sehr weit vorn angebracht ist, startet er beim Anheben oder Einkurbeln in einem sehr steilen Winkel nach oben. Das macht ihn zu einem idealen Flachwasser-Jig .

Seine Bleikopfform hat außerdem den Vorteil, das man mit dem Gummi am Bananen-Jig sehr Hängerfrei angeln kann.

 

Hakengröße

Köder-Größe (cm)       3-4       5-6        6-7         7-8         8-9                9-11         11-13        13-14       15-17      17-20       20+

Jigkopf-Größe               4           2             1             1/0        2/0           3/0         4/0           5/0           6/0          8/0     10/0

 

Jerken

Jerken als Angelmethoden

Bei dieser Angelmethode wird der Köder mit ruckartigen Bewegungen über die Rute (to jerk = rucken) durch die oberen Wasserschichten geführt.

Die dafür verwendeten Jerkbaits sind speziell aus Holz und Kunststoff entwickelte Köder mit einer besonderen Laufeigenschaft.

Die Kunstköder gibt es in 2 verschiedenen Ausführungen. Darunter zählen die Glider und die Diver, Diese Kunstköder beschreiben wir dir weiter unten im Text noch genauer.

Bei den Jerk-Bewegungen wird die Rute mit der Spitze zum Köder gerichtet und dann über das Handgelenk zur Wasseroberfläche geschlagen (geruckt), wodurch der Jerkbait sein verführerisches Laufverhalten bekommt.

Das Laufverhalten imitiert einen verletzen Fisch, der eine leichte Beute für die Räuber darstellt.

Die Schnur wird mit langsamen Kurbelumdrehungen aufgespult, so dass nie ein Schnurbogen entstehen kann.

Das Tackle

Eine steife Angelrute mit schneller spitzen Aktion mit einer Länge um die 1,80m -2,10 m und einem Wurfgewicht von 100 g ist genau das Richtige.

Eine solche Angelrute wird beim Jerken meist von einer Baitcaster geritten. Stationärrollen können hierfür auch verwendet werden.

Auf die Rolle wird eine geflochtene Schnur gespult. Die geflochtene Schnur ermöglicht einen direkten Kontakt zum Jerkbait und eine perfekte Köderführung.

 

Die Angelköder

Als Jerkbaits werden Kunstköder bezeichnet, die aus Holz oder Kunsstoff bestehen.

Im Grunde genommen gibt es 2 Ausführungen von Jerkbaits. Die Glider und die Diver, welche unterschiedliche Laufeigenschaften besitzen.

Der Diver (abtauchender Jerk) besitzt einen auftreibenden Körper, der beim Einholen über die Ruckbewegung abtaucht und während des Spinnstopps wieder langsam zur Wasseroberfläche schwebt.

Der Glider (gleitender Jerk) wechselt bei den Schlägen seine Laufrichtung und bricht regelrecht nach links und rechts aus.

Auch der Glider hat einen auftreibenden Effekt, so dass der Angelköder direkt unter der Wasseroberfläche seinen reizvollen Lauf durchführt.

 Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen, Formen und Dekoren.

 

Die Angelmontage

Diese Angelmethode wird überwiegend für des Hechtangel verwendet. Es ist ratsam, ein Vorfach aus Stahl zu verwenden.

Die Hauptschnur wird am Wirbel des Stahlvorfach mit einem dem Grinner-Knoten befestigt. Am unteren Ende des Stahlvorfachs ist ein Karabiner montiert, in den dann der Köder eingehangen wird.

Beim gezielten Barschangeln im Gewässer mit geringen Hechtbestand, kann aber auch ein Vorfach aus Fluorocarbon verwendet werden. Das 40-70 cm lange Fluoro wird mit dem Blut-Knoten oder Albright-Knoten an die Hauptschnur angebracht.

An das andere Ende des Fluoro wird mit einem Klammer-Knoten ein Karabiner befestigt. Der Angelköder wird wie beim Stahlvorfach eingehangen.

 

Twitchen

Twitchen als Angelmethoden

Beim Twitchen wird ein Wobbler mit zuckenden Bewegungen („to twitch“= Zucken) durchs Wasser geführt.

Über die Rute erfolgen mit nach unten oder zur Seite gehaltenen Rutenspitze die Zuckbewegungen.

Der Wobbler bricht bei diesen Bewegungen in die verschiedenen Richtungen aus und imitiert so einen verletzten Fisch.

Eine sehr Erfolg versprechende Methode für Hecht– und Barschangeln.

Nach dem Auswerfen bringt man den Köder mit ein paar Kurbelumdrehungen auf seine angegebene Tiefe und beginnt dann mit dem twitchen. Der Köder kann nun duchgehend bis zum Ufer heran getwicht werden. Du kannst auch kleine Pausen einlegen und lässt den Wobbler ein wenig auftauchen und beginnst dann erneut mit dem Zucken der Angelrute.

Das Tempo sollte allerdings auch Jahreszeiten abhängig angewendet werden. Im Winter ist eine langsame Köderführung angebracht. Für mehr Fänge sollten einige Auftauchphasen eingelegt werden.

Im Sommer hingegen hat sich durchgängiges Twitchen als fängiger bewiesen, wo dann auch mal der eine oder andere Rapfen sich gern mal den Wobbler einverleibt.

 

Der Köder

Zum Twitschen werden herkömmliche Wobbler verwendet. Jedoch sollten es Wobbler mit kleineren Tauchschaufen sein, da diese einen kleineren Widerstand im Wasser haben. Die Bewegung über die Angelrute wird dadurch erleichtert.

 

Das Tackle

Die Rute sollte eine sehr straffe Aktion besitzen und nicht länger als 2,00 m sein. Das Wurfgewicht entspricht von 5-25 Gramm.

Beim Twitchen sind natürlich Baitcaster sehr praktisch. Auch mit Stationärrollen lässt sich diese Angelmethode gut fischen.

Eine geflochtene Angelschnur ist hier auf jedenfall Pflicht, da diese so gut wie keine Dehnung aufweist. Dadurch wird die Köderführung nicht beeinträchtigt. Bei monofilen Schnüren würde viel Kraft durch die Dehnung in der Schnur verloren gehen.

Je nach dem, was dein Zielfisch ist, sollte der entsprechende Schnurdurchmesser gewählt werden. Hierzu findest du Informationen in unseren Artikeln Zielfisch.

Ruck Zuck zum Fisch!

Petri Heil dein WaterHoliX Team