Die verschiedenen Jigkopfarten

Die verschiedenen Jigkopfarten

Wie macht man Gummifische zu Raubfischködern? Genau! Man braucht einen Jighaken!

Doch bei der großen Auswahl an Jigkopfarten ist es nicht gerade einfach den Richtigen zu wählen.

Durch den passenden Jigkopf können die Fangerfolge stark beeinflusst werden, denn die Form des Jigkopfes bestimmt den Wasserwiderstand und damit auch die Bewegung des Köders.

Die erste Wahl ist wohl immer der Rundkopf. Damit kann man auch eigentlich nichts falsch machen.

Aber in machen Situationen kann eine andere Form des Jigkofes auch schon einmal sehr vorteilhaft sein.

Denn durch die Jigkopfform kann auch das Laufverhalten stark beeinflusst werden.

Aber viel wichtiger ist dann noch die Frage, welches Gewicht nehme ich für meinen Gummifisch?

Eine sehr wichtige Entscheidung liegt außerdem noch bei der Frage: Welche Aufhängung soll mein Jigkopf haben?

All diese Fragen zeigen, dass es nicht ganz leicht ist einen passenden Jighaken für den Gummihappen zu wählen.

In einer 4 teiligen Serie werden wir Dir alles Wichtige über die verschiedenen Jighaken näher bringen, um somit die Wahl des passenden Jigs zu erleichtern.

Im ersten Teil geht es um die verschiedenen Jigkopfarten.

Da es sehr viele verschiedene Jigkopfarten gibt gehen wir auf die bekanntesten 4 Arten ein und erklären deren Eingenschaften.

 

Die Jigkopfarten

Der Rundkopf

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Der Allrounder unter den Jigköpfen. Mit dem Rundkopf-Jig kann man fast nichts falsch machen.

Wenn du einmal ein Gewässer nicht genau kennst, solltest Du auf den Rundkopf zurückgreifen. Durch den geringen Wiederstand lässt er sich im Stillwasser, als auch in Strömung gut fischen.

Ein kleiner Nachteil bei dem Rundkopf ist aber das der Köder nach dem Grundkontakt auf die Seite kippt.

 

 

 

 

Der Bananenkopf

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Da beim Bananen-Jig die Öse zum Einhängen sehr weit vorn angebracht ist, startet er beim Anheben oder Einkurbeln in einem sehr steilen Winkel nach oben. Auch die Absinkgeschwindigkeit ist bei dem Bananjig deutlich langsamer. Das macht ihn zu einem idealen Flachwasser-Jig und ist damit perfekt zum Faulenzen geeignet.

Seine Bleikopfform hat außerdem den Vorteil, dass man mit dem Gummi am Bananen-Jig sehr hängerfrei angeln kann.

 

 

 

 

 

Der Eriekopf

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Die besondere Eigenschaft des Erie-Jigkopf ist, dass er nach dem Aufschlagen auf den Grund in einer senkrechten Position stehen bleibt.

Diese Eigenschaft ist ein Vorteil beim Zanderangeln. Der Fisch kann sich den Köder durch dessen senkrechte Position immer noch gut vom Grund einverleiben.

Ein Jigkopf, der in einem strömungsreichen Gewässer zu Einsatz kommen sollte. Durch seinen sehr strömungsförmigen Körper bietet er kaum Widerstand. Das ermöglicht eine sehr leichte und angenehme Köderführung.

Auch beim Vertikalangeln kann dieser Jigkopf punkten. Durch seinen sehr tiefliegenden Schwerpunkt schwebt er an einer senkrecht heruntergelassenen Schnur in einer waagerechten Stellung.

 

 

 

Der Footballkopf

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Wie man dem Namen entnehmen kann, handelt es sich hier um einen Jig, der einen footballförmigen Bleikopf hat.

Diese Form verleiht ihm eine gewisse Stabilität im Wasser. Sie verhindert ein Umkippen nach dem Aufkommen auf dem Grund.

Wie der Erie-Jig findet auch der Football-Jig durch seine Schwerpunktbefestigung seinen Einsatz beim Vertikalangeln.

 

 

 

Fazit

Die Form des Jigkopf ist entscheidend, um den Räubern den Gummi noch schmackhafter zu präsentieren.

Wer sein Gewässer also kennt kann mit der richtigen Wahl des Jigkopfes noch mehr rausholen.

Der Rundkopf-Jig ist immer eine gute Wahl wenn man nicht weiß, was einen erwartet. Allerdings hat er auch seine Nachteile gegenüber den anderen Arten.

Entscheidet selbst welcher Euer Favorit ist.

 

Rassel – Gummiköder mit Sound

Rassel – Gummiköder mit Sound

Eine sehr beliebte Methode um auf Raubfischjagd zu gehen ist ganz klar das Jiggen. Dieses ist mit eine der vielfältigsten Arten im Spinnfischbereich.

Mit dem Gummifisch am Jigkopf kann man alle Gewässerebenen entspannt abfischen ohne einen Köderwechsel vornehmen zu müssen oder sonstige Einstellungen zu verändern. Ausserdem erfordert es Konzentration und Geschick um dem Gummi den richtigen und erfolgsbringenden Lauf zu verpassen.

Um den Räubern die Suche etwas zu erleichtern, könnt Ihr den Gummifisch noch etwas aufpimpen.

Denn Reize sind es, die einen Raubfisch zum Beißen verführen. Bei Gummifischen sind es die Druckwellen oder Farbdekore also Spür/-und Sehreize.

Wobbeln hingegen haben meist sogar noch einen zusätzlichen Reiz. Die meisten sind mit Rasseln ausgestattet, die im Körper verbaut sind.

Warum nicht also auch dem guten alten Gummifisch einen Reiz mehr verpassen?!

rassel

Die Rassel

Um unseren Gummifisch noch verführerischer zu machen gibt es kleine Glasröhrchen mit Metallkugeln. Diese Glasröhrchen sorgen für den selben Effekt im Gummifisch die auch ein Wobbeln erzeugt, nämlich laute Geräusche.

Damit die Rasseln aber auch ihre volle Wirkung erzeugen, gibt es einige Varianten um sie im Gummifisch zu platzieren. Damit müsst Ihr den Gummifisch nicht einmal mehr stark anjiggen.

 

Montage der Rassel

rassel

Mit den Rasseln im Gummifisch können verschiedene Klangbilder erzeugt werden.

Für ein schnelles und lautes Klangbild sollte die Rassel bei einem Aktionshad im Schwanz montiert werden. Die Eigenaktion von einem Aktionshads sorgt für einen sehr lauten und aggressivsten Sound.

rassel

Ist die Schwanzflosse Eures Köders zu klein für die Rassel, dann könnt Ihr sie auch quer im Körper anbringen.Hierbei solltet Ihr allerdings darauf achten, dass Euer Gummiköder eine stark flankende Bewegung hat. Nur so kann die Rassel auch hier Ihre volle Wirkung zeigen.

Wer es lieber etwas unauffälliger mag kann die Rassel längs im Körper montieren. Das sorgt für langsame und leise Klänge. Die Kugeln im Glasröhrchen bewegen sich hierbei nur beim Auf- oder Abtauchen des Köders.rassel

 

Einsatz der Rassel

Nicht immer sollte die Rassel zum Einsatz kommen. Vorallem in sehr überfischten Gewässern kann sie zum Nachteil sein und die Räuber meiden Euren Krachmacher. Deshalb ist es ratsam an solchen Gewässern nicht sofort mit der Rassel den Tag zu beginnen, sondern erst einmal „leise“ anzufangen.

Der Einsatz der Rassel in den Abendstunden und in sehr trüben Gewässern kann hingegen oftmals Eure Fangerfolge steigern. So könnt Ihr den Räubern auch bei schlechter Sicht den Weg zum Gummihappen erleichtern.

 

Fazit

Der Einsatz der Rasseln ist eine gute Methode die Reize eines Gummifisches zu erweitern und gleichzeitig eine top Alternative zum Wobbler.

 

Gummifrösche zum Angeln – Oberflächenköder für schwierige Spots

Gummifrösche zum Angeln – Oberflächenköder für schwierige Spots

Gummifrösche

Wenn die Laichzeit Ende Februar beginnt hört man die lauten Paarungsrufe der Männchen.

Sie imponieren den Weibchen und wollen die Konkurrenzmännchen fernhalten.

Jetzt hören die Weibchen aufmerksam hin und suchen sich so ihren Adonis mit dem lauten Organ aus.

Aber nicht nur die Froschweibchen sind zu dieser Zeit sehr aufmerksam, auch die Hechte beobachten die Wasseroberfläche akribisch, um sich so einen der quakenden Leckerbissen zu schnappen.

Und genau diese Zeit sollten Angler ausnutzen.

Da sich die hüpfenden Hauptspeisen aber überwiegen in sehr verkrauteten Bereichen aufhalten, benötigt man auch Köder, die in solchen Gebieten gut und hängerfrei anzubieten sind.

Gummifroschimitate sollten jetzt auf keinen Fall in der Köderbox fehlen.

Durch die am Körper anliegenden Hackenschenkel sind sie perfekt vor lästigem Kraut und sonstigem Gestrüpp geschützt. So kann man sie hängerfrei durch die Hotspots hüpfen lassen.

Gummifrösche sind jetzt das Ass im Ärmel jeden Krauthechtanglers.

Welches Modell der Kunstfrösche die meisten Fänge beschert ist je nach Vorkommen unterschiedlich.

gummifrösche

Eines aber sollte dringend beachtet werden um die höhe Fehlbissrate zu verringern:

Achtet beim Kauf auf einen soften Körperbau. Der Köder sollte mit leichtem Druck die am Körper anliegenden Haken freigeben.

 

 

 

 

Modelle

gummifrösche

Wie bei eigentlich allen Angelködern gibt es auch die Gummifrösche in unterschiedlichen Modellen mit verschiedenen Eigenschaften.

Zielfisch

Der Zielfisch hier ist ganz klar der Hecht.

Tackle

Da sich diese Angelei gezielt auf Hechte beschränkt muss natürlich auch das Tackle gut angepasst werden.

Was auf garkeinen Fall fehlen darf ist ein gutes Stahlvorfach. Hierfür haben wir bereits einen Artikel für Euch veröffentlicht.

Führung

Je nach Modell muss auch hier die Führung angepasst werden.

In den häufigsten Fällen aber werden die Gummifrösche über die Wasseroberfläche getwischt.

Auch hier kann die Fehlbissrate durch längeres Pausieren zwischen den Twitsches verringert werden.

Lasst also Euren Frosch einige Sekunden länger stehen bevor ihr in erneut antwischt.

Andere Modelle wie Crawler können einfach eingeleiert werden.

Fangzeit

Vom Anfang der Paarungszeit, also Ende Februar bis Ende August, ist die heiße Phase mit den Gummifröschen Hechtfänge zu erzielen.

Wenn ihr an Eurem Gewässer also lautes Gequake vernehmen könnt, schmeißt die Gummikröten herein.

Gewässer

Überall wo das Quaken ertönt, können die gummierten Nacharmer eingesetzt werden.

Meist sind es aber kleine Dorfteiche, Seen oder Kiesgruben, also eigentlich alle stehenden Gewässertypen mit viel Vegetation, in denen sich die Frösche aufhalten.

Spots

Sonnige Plätze mit viel Vegetation sind Hotspots, in denen sich viele Frösche bewegen.

Hier lauern jetzt also auch die Hechte.

Seerosenfelder

gummifrösche

Hier finden Hechte jede Menge Möglichkeiten, um gut getarnt zu sein. Somit ist er schwer für seiner Beute zu sehen und kann in Ruhe auf sie lauern.

Das ist auch eines der Spezialgebiete der Gummifrösche, die genau für diese hänger- und fischreichen Gebiete konzipiert sind.

In Seerosenfeldern tummeln sich haufenweise Frösche, weshalb sich hier auch viele Hechte aufhalten.

 

 

Schilfgürtel

Das ist der zweite Hotspot, an dem die Hechte auf Frösche lauern.gummifrösche

Auch hier kann der Hecht sich gut verstecken und schnell aus seiner Deckung schießen,wenn seine Beute an ihm vorbei schlendert.

 

 Tight Lines

 

Streetfishing – Savage Gear Roadrunner Bag

Streetfishing – Savage Gear Roadrunner Bag

Savage Gear Roadrunner Bag

savage gear

Angeltaschen gibt es in vielen verschiedene Variationen. Ob als Rucksack, Bauchtasche oder als Umhängetasche.

Die perfekte Angeltasche wird es wohl nie geben, denn genauso wie eine Angelcombo an den Zielfisch angepasst sein muss, muss auch die Tasche den Anforderungen und Vorlieben entsprechen.

Als Spinnfischer sind jedoch oft kompakte Taschen sehr von Vorteil. Da wir uns am Wasser viel bewegen und regelmäßige Spotwechsel vornehmen, können wir kein sperriges und schweres Gepäck gebrauchen.

In diesem Beitrag gehen wir speziell auf die Anforderungen beim Streetfishing ein. Wir haben nun schon einige Zeit den Roadrunner Bag von Savage Gear getestet.

Es handelt sich dabei um eine älteres Modell, welches im Internet in einigen Shops aber noch zu erwerben ist.

Dieser praktische und kompakte Sling Bag ist eine sehr geeignete Option um gut gewappnet und trotzdem mit sehr geringem Gepäck unterwegs zu sein.

Drei Taschen an dem Roadrunner Bag können mit jeglicher Art von Angelzubehör voll gepackt werden. Der Roadrunner Bag verfügt über einige nützliche Funtionen und Zusätze, die bei Streetfishern sehr beliebt sind.

Dieser Sling Bag hat zudem den großen Vorteil, dass man ihn einmal komplett um den Körper drehen kann. Hierfür muss beim Roadrunner nur ein Gurt geöffnet werden. Das macht es sehr leicht auch schnell an die Rückentasche zu gelangen ohne ihn ab zu setzen.

Durch ein verbautes Köderpad und eine Gimmispirale werden einige Handhabungen zusätzlich erleichtert.

Auch eine wasserfeste Tasche ist in dem Savage Gear Bag zu finden. Hierzu aber mehr im unteren Abschnitt.

Einstellmöglichkeiten in der Größe und Weite sorgen dafür, dass sowohl kleine als auch große Personen die Tasche angenehm tragen können.

Wer gerne Musik beim Angeln auf den Ohren hat ist mit dem Roadrunner Bag optimal gerüstet.

Das moderne Design der Savage Gear Tasche passt sich super an den Styl des Streetfishers an.

 

Köderpad

savage gear

Um schnelle Köderwechsel durchzuführen können hier vorab die Lieblingsbaits in der Brusttasche angebracht werden. Das macht einen schnellen Köderwechsel beim Angeln möglich und man muss nicht jedesmal an die Rückentaschen heran oder unnötig in der Köderbox rumkramen.

 

Spirale

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Die Lösezange oder der Schnurknipser finden ebenfalls an der Brusttasche einen idealen Platz und sind schnell zu erreichen. Beim Fang eines Fisches muss also nicht hektisch in den Taschen gewühlt werden, sondern ist mit einem Handgriff entspannt und schnell zu erreichen.

Fronttasche (Bauchtasche)

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Die vorherigen genannten Funktionen (Köderpad und Spirale) befinden sich an der Brusttasche am Vorderen Teil.

Über einen Reisverschluss ist das Köderpad zu erreichen und lässt sich wie ein Bauchladen aufklappen, so hat man die komplette Auswahl bei bestücktem Pad vor sich.

Außen an der Tasche wurde eine Netztasche angebracht um einige Kleinteil zu transportieren.

 

Kleine Fronttasche

savage gear

Über der Bauchtasche ist noch eine weitere kleinere Tasche angebracht.

Vorgesehen ist diese Tasche für ein Handy oder MP-3 Player, da sie zusätzlich einen Kopfhörerausgang besitzt.

Wer also gerne beim Angeln Musik hört, dem bietet diese Tasche eine weitere gute Funktion.

savage gear

Wir selbst haben sie für unsere Kleinteilbox benutzt, in der wir u. a. Wirbel und Snaps aufbewahren.

 

Rückentasche

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Die große Haupttasche, welche am Rücken sitzt, ist in 2 Fächer aufgeteilt.

In das große Fach haben wir problemlos zwei Köderboxen mit den Maßen 9 x 16 cm und zusätzlich die Raw Finess Scale Mini hineinbekommen, bzw. eine große Box mit den Maßen 14 x 20 cm. Auch eine wasserfeste Tasche ist hier mit eingearbeitet. Ein traumhafter Zusatz, der uns sehr beeindruckt.

savage gear

Das andere Fach haben wir meist gar nicht mehr gebraucht, da wir zum Steetfishing wirklich immer sehr minimalistisch los gehen.

An der Rückentasche befinden sich zudem noch zwei Gurte, welche beliebig verstellbar sind und mit Klips verschlossen werden. Am oberen Ende der Tasche (in Nähe der Schulter) befindet sich zusätzlich ein Kletverschluss. Diese zwei Gurte und der Klettverschluss dienen als Rutenhalter.

So muss man seine Rute auf dem Weg durch die Stadt nicht in der Hand halten oder gegebenenfalls eine zweite Combo mit ans Wasser nehmen.

Wasserfeste Tasche

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Die im hinteren Bereich integrierte wasserdiche Tasche schützt kleine elektronische Geräte oder in unserem Fall die Angelpapiere vor Nässe.

Aber auch Fangbücher oder Geld sind hier gut aufgehoben.

Mängel

Öffnungen an der Rückentasche

An der großen Rückentasche sind leider durch die Gurte am oberen und unteren Ende Öffnungen vorhanden, welche zum Innenraum der Tasche führen. Kleinteile sind in der Rückentasche also nicht sehr gut aufgehoben, da sie sonst schnell durch die Löcher rutschen und verloren gehen.

 

Fazit

Auch voll gepackt ließ sich der Roadrunner Bag noch angenehm tragen.

Stauraum und Funktionen der Taschen eigen sich sehr gut für das Angeln in der Stadt.

Alle nötigen Utensilien passen in die Tasche, um perfekt für das Streetfishing gewappnet zu sein.

 

⇐Streetfishing – Welcome to the City

Fluorocarbon – Das fast unsichtbare Vorfach

Fluorocarbon – Das fast unsichtbare Vorfach

Fluorocarbon

Gut sinkend, nahezu unsichtbar und abriebfest.

Fluorocarbon hat einige Vorteile, doch alles was Vorteile hat besitzt meist auch Nachteile.

Hier muss jeder selbst wissen ob er sich für Fluorocarbon entscheidet, denn oft kann ein Vorteil auch ein Nachteil sein oder anders rum.

Hergestellt wird Flourocarbon (FC) aus dem Material Polyvinylidenfluorid.

Genau wie bei der Herstellung von herkömmlichen monofilen Schnüren, wird auch bei der Herstellung von Flouro das Material hoch erhitzt und durch Düsen gepresst.

Hauptsächlich wird FC als Vorfachmaterial beim Zander-, Barsch- und Rapfenangeln verwendet.

Auch beim Meerforellenangeln hat sich dieses Vorfachmaterial durchgesetzt.

Ihm wird nachgesagt, dass es eine geringere Scheuchwirkung als andere Materialien besitzt. Und das zu Recht. Denn die Lichtbrechung von Fluorocarbon kommt dem Lichtbrechungsfaktor des Wassers am Nächsten.

Das ist es auch das, was Fluoro zu einer der beliebtesten Materialien für Vorfächer macht, wenn es darum geht scheue und sichtstarke Räuber zu überlisten.

Aber auch bei Zanderanglern die an Steinpackungen und Muschelbänken den Räubern nachstellen, ist Fluorocarbon sehr beliebt. Denn gegenüber geflochtener und monofiler Schnur hat das Fluorocarbon eine höhere Abriebfestigkeit.

Doch im Gegensatz zu monofiler Schnur ist Fluorocarbon steifer, was einen kleinen Nachteil bei der Knotenfestigkeit mit sich bringt. Aber die Steifheit kann auch zum Vorteil sein. Denn beim Fischen mit Wobblern kommt es so zu weniger Überschlägen, dass heißt, die Haken verhängen sich seltener im Vorfach, da es stehst gesteckt ist beim Auswerfen.

Beim Drillen großer Fische die heftige Fluchten verüben, erholt sich das Material nicht mehr so gut, wie normale monofiele Schnüre. Was bedeutet, dass Fluorocarbon Schnüre sich nach einer starken Dehnung nicht wieder in die ursprüngliche Länge entlasten. So dass nach einen kraftvollem Drill das Vorfachmaterial sehr beansprucht sein kann und es ratsam wäre, es zu wechseln.

 

Richtig Knoten

fluorocarbon

Um Reibungshitze und unnötige Schnurschwächen zu verhindern, sollte wie bei monofiler Schnur auch das Fluorocarbon beim Knoten angefeuchtet werden.

Es ist sehr hilfreich das überstehende Material am Ende des Knotens etwas länger zu lassen und mit einem Feuerzeug einen Schweißpunt zu erzeugen.

fluorocarbon

Das ist noch einmal eine zusätzliche Sicherheit, falls sich der Knoten doch einmal öffnen sollte.

 

 

 

 

 

Vorteile

+hohe Abriebfestigkeit

+gutes Sinkverhalten

+geringe Sichtbarkeit

+lange Lebensdauer

+geringe Wasseraufnahme

 

Nachteil

-geringe Knotenfestigkeit

-gutes Sinkverhalten

-hoher Preis

-starke Dehnung/Streckgrenze

-starker Memory Effekt

 

Fazit

Wer eine Geflochtene als Hauptschur fischt, erhält durch die Verwendung eines Fluorocarbonvorfachs einen kleinen Puffer zur Abfederung von starken Fluchten.

Allerdings ist es in Gewässern mit Hechtbestand nicht zu empfehlen, ein Fluorovorfach zu verwenden. Hier empfehlen wir zum Stahlvorfach zu greifen, um den scharfen Hechtzähnen Paroli zu bieten.

Spybaits – still und heimlich

Spybaits – still und heimlich

Spionage unter Wasser

Still und heimlich füllen sich die Regale unserer Fachgeschäfte.

Er ist kaum von anderen Hartbaits zu unterscheiden, aber genau das macht auch einen guten Spion aus. Inkognito schleicht er durchs Wasser und verhält sich unauffällig. Die Rede ist von einem Spybait.

Die Welle der Spybaits schwapt langsam aus Japan und den USA zu uns rüber.

Das Spybaiting tritt nach und nach immer mehr in den Fokus der europäischen Angelei.

Der Spion (englisch=Spy) ist ein Köder mit schlankem, minnowartigen Körper, der am vorderen und hinteren Ende jeweils einen Propeller besitzt.

spybait

Heck des Spybait

spybait

Slanker Körper des Spybait

Wer jetzt denkt, dass diese Köder Krawallmacher sind die hohe Druckwellen erzeugen, der hat sich getäuscht. Denn die Propeller an den Enden des Köder drehen sich und senden nur sehr feine Druckwellen durchs Wasser. Die feinen Signale kitzeln das Seitenlinienorgan der Räuber und machen sie so gefügig (regt sie so zum Biss an).Die schlanken Körper der Spybaits besitzen sinkende Eigenschaften, so dass man alle Gewässerschichten problemlos befischen kann.

Mit leicht flankenden Bewegungen erfüllt er seine Mission und verführt so Barsche,Rapfen und Döbel. Aber auch andere Räuber können den Spionen mit den relativ leichten Reizen oft nicht wiederstehen.

Aus diesem Grund eigenet sich das Spybaiting auch in Gewässern mit hohem Angeldruck, da viele Raubfische die Köder und deren Verführungsmethoden nicht (er)kennen und dadurch sehr unvorsichtig auf die Hartbaits reagieren.

Genau das macht aber einen guten Spion aus – Nicht erkannt oder ertappt zu werden.

 

Spybaits Führung

Die Eigenaktion des Spybait ermöglicht es, ihn langsam in den verschiedenen Wasserschichten zu führen.

Nach dem Auswerfen wird der Köder in die gewünschte Wassertiefe abgelassen und dann langsam durchgekurbelt. Die Einholgeschwindigkeit darf aber nicht zu schnell erfolgen, da die Spybaits sehr schnell wieder in Richtung Oberfläche schwimmen.

Variable Geschwindigkeiten beim Einholen geben dem Köder Zeit, wieder ein wenig in die anderen Bereiche des Gewässers abzutauchen.

 

Duo Realis Spinbaits

Einer der genialsten und auch sehr fängigen Köder ist der Realis Spinbait von der japanischen Firma Duo.

Die Modelle Spinbait60, Spinbait80, Spinbait80 G-Fix und Spinnbait90 glänzen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften. Somit werden so gut wie alle Bedürfnisse der verschiedenen Raubfische abgedeckt.

Wir stellen Euch hier einmal den Spinbait80 genauer vor.

spybaits

Mehr Infos zu den anderen Modellen findet Ihr auf der Duo Germany Hompage.
Mit seinen 9,4 Gramm Wurfgewicht lässt er sich optimal auf Weite bringen. Durch eine hohe Sinkgeschwindigkeit taucht der Spinbait80 schnell in Richtung Grund ab und lässt sich dadurch perfekt auch im Reich der Zander präsentieren.

Schon mit langsamen Kurbelumdrehungen fangen die kleinen Propeller an zu rotieren und senden die feinen Druckwellen durchs Wasser.

Der Name (Spinbait80) verrät uns gleichzeitig etwas über die Länge des Köders, welche 80 mm misst. Die kleinen verarbeiteten Details geben den Realis Spinbiats wie bekanntlich den ehrgeizigen Ausdruck von DUO. Auch bei den Dekoren hat die Firma Duo sich nicht lumpen lassen und den Spinbait80 gleich mal in 22 genialen Farbkombination designed.

 

Fazit

Unsere heimischen Raubfische schöpfen bei den feinen Druckwellen kein Verdacht, so dass auch keinerlei Misstrauen entsteht. Sie stürzen sich regelrecht auf die Wasserspione.

Genau das macht Spybaits zu Fanggaranten, die zudem auch noch sehr leicht zu fischen sind.